Mit mehreren Maßnahmen hat der ATSV Pirkensee-Ponholz sein Sportgelände modernisiert.
Insgesamt wurden über 100.000 € investiert!
Am Sportgelände des ATSV Pirkensee-Ponholz hat sich in den letzten fünf Jahren einiges getan. Unter
Vorstand Tobias Doblinger hat der Verein kräftig in seine Zukunft investiert. Dabei wurden viele
Maßnahmen ergriffen, durch die der Verein nun nachhaltiger aufgestellt und bereit für die Zukunft
ist. Dabei scheute man sich nicht auch größere Summen in die Hand zu nehmen, wobei Kassier
Andreas Liegl immer den Überblick über die Finanzen behielt, sämtliche Förderanträge einreichte
und auch sicherstellte, dass sich die Investitionen zeitnah amortisieren.
Begonnen haben die Maßnahmen mit der Erneuerung der Beregnungsanlage für die Sportplätze.
„Die alte Anlage war am Ende ihrer Nutzungsdauer. Die neue Anlage wird mit einer Steuerung der
Firma Loxone betrieben. Diese beinhaltet eine Wetterapp, die Regenphasen erkennt und die
Anlage dann nicht einschaltet. Dadurch haben wir eine Wasserersparnis von ca. 500 m3 pro Jahr.
Hinzu kommt noch eine Stromersparnis für die Pumpe.“, so Tobias Doblinger über die
Anschaffungsgründe und die Vorzüge der neuen Anlage. Bei einem Wasserpreis von 3 € pro
Kubikmeter ergibt das eine jährliche Ersparnis von ca. 1.500 €.
Eine weitere Investition in die Rasenqualität erfolgte durch die Anschaffung eines Mähroboters.
Dieser wurde vollumfänglich durch die Stadt Maxhütte finanziert. Im Gegenzug kümmert sich der
Verein nun aber selbst um die Mäharbeiten und entlastet somit spürbar den städtischen Bauhof.
Tobias Doblinger hebt hervor, dass sich die Rasenqualität durch den regelmäßigen Betrieb deutlich
verbessert habe. Das Schnittgut wirke nämlich wie ein Dünger. Andreas Liegl erklärt die Vorteile für
die Stadt und den Verein: „Die Anschaffung des Mähroboters durch die Stadt spart dort den
Aufwand für die Unterstützung der Vereine beim Mähen der Sportplätze. Die Arbeitskräfte und die
Maschinen des Bauhofs werden für andere Arbeiten frei. Der ATSV spart sich Nacharbeiten an
Stellen, die für das Mähgerät der Stadt nicht zu erreichen sind. Auch der Aufwand für Arbeiten
zwischen den Mähgängen der Stadt entfällt. Rundherum ist der Mähroboter eine wertvolle Hilfe
für die ehrenamtliche Vereinsarbeit.“
Auch die dritte Investition, die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED, kommt dem Sportplatz zu
Gute. Der Austausch der alten Leuchten gegen neue steuerbare LED-Flutlichtstrahler ermöglicht es
den Trainingsplatz bedarfsgerecht auszuleuchten. Die Arbeiten wurden von der Firma Hudson GmbH
aus Amberg durchgeführt. Durch die neuen Strahler werden pro Jahr gut 5.000 kWh Strom
eingespart. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entspricht das 45 Tonnen Kohlendioxid, weshalb die
neue Anlage auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Laut Andreas Liegl wird sich das neue
Flutlicht bald amortisiert haben: „Wir haben eine jährliche Stromeinsparung von etwa 1.500 € im
Jahr. Die Amortisation liegt dann unter Berücksichtigung der Förderung bei etwa zehn Jahren.“
Doch es wurde nicht nur in die Sportplätze, sondern auch ins Sportheim investiert. Hierzu wurde eine
Vielzahl energetischer Maßnahmen eingebaut. Tobias Seebauer, der die Arbeiten federführend
durchgeführt hat, zählt auf: „Wir haben die Stellantriebe für die Fußbodenheizung erneuert,
Raumthermostate eingebaut, eine Lüftungssteuerung für die Duschen installiert und die Lampen
auf LED umgestellt. Außerdem steht auch hier das Energiemanagementsystem der Firma Loxone
zur Überwachung des Strom- und Wasserverbrauchs zur Verfügung.“
Tobias Doblinger ergänzt: „Durch die Software der Firma Loxone konnten wir unsere
Schwachstellen beim Energieverbrauch erkennen. Das System ermöglicht uns auch noch weitere
Nutzungsmöglichkeiten für zukünftige Maßnahmen, wie beispielsweise die Steuerung des
Eingangstores oder die Steuerung des Flutlichts. Durch diese Modernisierung haben wir im ersten
Jahr bereits 800 € an Gaskosten eingespart.“
Alexander Heinrich, Inhaber der Firma Heinrich Brandmeldetechnik GmbH, hat die neue Ausstattung
für das Sportheim finanziert. Er erklärt die Hintergründe seines Sponsorings und die Vorteile, die der
ATSV nun hat: „Für uns bedeutet Sponsoring mehr, als nur einen Geldbetrag bereitzustellen. Unser
Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu schaffen, die dem ATSV PiPo langfristig einen
echten Mehrwert bieten. Durch den Einsatz von Loxone in unserem eigenen Unternehmen
konnten wir unsere Energie- und Betriebskosten deutlich senken. Diese Erfahrungen wollten wir an
den ATSV PiPo weitergeben und das Sportheim dabei unterstützen, die laufenden Kosten –
insbesondere für Strom, Heizung und Wasser – dauerhaft zu reduzieren. So entstehen über die
Jahre Einsparungen, die dem Verein wieder für den Sport und die Vereinsarbeit zugutekommen.“
Als bisher letzte Maßnahme zur Energieoptimierung wurde kürzlich eine PV-Anlage auf dem Dach des Sportheims installiert. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 20,02 kWp. Ergänzend wurde im
Sportheim ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 22,41 kWh eingebaut. Dadurch kann
überflüssiger Solarstrom zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt direkt vor Ort
genutzt werden. „Unser Ziel war es, einen möglichst großen Anteil des selbst erzeugten Stroms
selbst im Sportheim zu verbrauchen und dadurch den Strombezug aus dem öffentlichen Netz
deutlich zu reduzieren“, erklärt Michal Drgas, Geschäftsführer der ZDElektrotechnik GmbH. „In den
Sommermonaten konnten bereits rund 90 % des Strombedarfs durch den selbst erzeugten
Solarstrom gedeckt werden.“ Andreas Liegl hat hierzu noch ein paar Zahlen: „Wir erwarten eine
Produktion von 9.000 – 10.000 KW eigenen Strom pro Jahr und rechnen mit einem Eigenverbrauch
von 5.000 – 6.000 KW Strom. Unter Berücksichtigung der Einspeisevergütung für überschüssigen
Strom wird sich die PV-Anlage in Abhängigkeit vom Strompreis nach etwa sieben Jahren
amortisiert haben.“
Neben der vollständigen Übernahme der Kosten für den Mähroboter beteiligte sich die Stadt
Maxhütte auch mit Zuschüssen an der PV-Anlage, dem LED-Flutlicht und der Beregnungsanlage.
Vorstand Tobias Doblinger ist hierfür sehr dankbar: „Wir möchten uns bei der Stadt Maxhütte und dem 1. Bürgermeister Rudolf Seidl ganz herzlich für die Unterstützung und die unkomplizierte
Zusammenarbeit bedanken. Ohne diese Unterstützung wäre die Realisierung der Maßnahmen
nicht möglich gewesen.“ Weitere Förderungen erhielt der Verein auch vom Bayerischen
Landessportverband und aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Freistaates Bayern.

